2. Preis – Wettbewerb "Standortentwicklung Südlich Haroldstraße - Düsseldorf"

STÄDTISCHER KONTEXT UND ANSATZ

Das Wettbewerbsgebiet befindet sich (stadtstrukturell) auf einer Art Insel-Lage, da es zu allen Seiten unterschiedlich stark durch Straßenverkehrsräume begrenzt wird. Die Strategie des neuen Freiraum- u. Erschließungskonzeptes definiert 3 übergeordnete Ansätze, welche das neue Stadtquartier mit den bestehenden Strukturen sowohl von Nord nach Süd, als auch von West nach Ost verwebt und in das Stadtbild integriert.

1. ÜBERGEORDNETE GRÜNRAUMVERBINDUNG DER INNENSTADT BIS AN DEN RHEIN:

Durch den Rückbau/ die Verlegung der Haroldstrasse (im Wettbewerbsgebiet) entstehen große Chancen und Potenziale für die Weiterentwicklung der städtebaulichen Grünraum-/ Gesamtstruktur der Stadt. Das Instrument der Freiraumplanung definiert hier einen weiteren Schwerpunkt im innerstädtischen Freiflächenverbund, mit Hilfe deren die Konnektivität zwischen der Innenstadt (über HBF, Graf-Adolf-Strasse, Haroldstrasse) und dem Rhein hergestellt, weiterentwickelt und verbessert wird.

2. LÜCKENSCHLUSS DES REGIERUNGSVIERTELS:

Das Gestaltungskonzept knüpft an die Potenziale vorhandener Freiraumstrukturen an (Spee´scher Graben, Schwanenspiegel, Rheinuferpromenade mit Johannes-Rau-Platz) und entwickelt sie über das Wettbewerbsgebiet hinaus, sodass ebenso auch in Nord-Süd Richtung ein störungsfreies Raumkontinuum entsteht, welches die Qualifizierung des Neuen Regierungsviertels mobilisiert, stärkt und vorantreibt.

3. ANSCHLÜSSE / ÜBERGÄNGE:

Das neue Stadtquartier wird zu seinen Rändern von Plätzen flankiert, durch deren Freistellung (vergleichsweise zur Bebauung und Grünwert der Anlage) die Erschließung und Orientierung im Stadtraum klar definiert und verbessert wird. Ebenso integriert das neue Wegesystem bereits bestehende Übergänge, Haltestellen sowie Anschlüsse in die Umgebung. Durch deren behutsame Verbindung vernetzt sich das neue Quartier sehr selbstverständlich mit seinem Umfeld, sodass es in der neuen Gesamtperformance (fließende Bewegung, Raumfolge im Regierungsviertel, Kontinuum) als ein Teil der Landschaft wahrgenommen und verstanden wird.

GESTALTUNGSKONZEPT – HYBRIDE STADTLANDSCHAFT

Vor den Hintergrund unserer Leitidee, denken wir sowohl die neue Architektur als auch den dazugehörigen Freiraum als Hybrid/ hybride Stadtlandschaft. Dadurch entsteht ein zusammenhängendes Gestaltungsprinzip, welches sich über das gesamte Quartier legt, Wiederkennung und Identität stiftet.

Das neue Gestaltungskonzept für den Freiraum gliedert sich in 4 Typologien:

  1. GRÜNES RÜCKGRAT/ PARKBAND
  2. PLÄTZE/ PLATZRAUM
  3. DACHBEGRÜNUNG/ DACHLANDSCHAFT
  4. INNENHÖFE

Wettbewerbsbearbeitung gemeinsam mit wulf architekten, Stuttgart; BS Ingenieure (Verkehrsplanung); Aron Lorincz Ateliers, Budapest (Visualisierung) und Béla Berec Architektur-Modellbau-Gestaltung (Modellbau), Stuttgart.